Unser Allergie-Glossar

Von Antigen bis Vasokonstriktoren – wir bringen Licht ins Dunkel der Allergie-Fachbegriffe! Oft versteht man in einem Arztgespräch nur Bahnhof. Das kann Ihnen möglicherweise auch bei Ihrem Allergologen oder mit Ihrem Allergietestbericht so gehen. Später fragt man sich dann: Was heißt das eigentlich?

Von A wie Allergen bis V wie Vasokonstriktoren bietet Ihnen unser Glossar alles Wissenswerte rund um das Thema Allergie. Unser übersichtliches Nachschlagewerk für alle, die ihre Allergie, ihren Arzt oder Apotheker verstehen wollen.

Allergieauslöser; eine allergische Reaktion hervorrufende Substanz (z. B. Polle).

Vermeidung des Kontaktes mit allergieauslösenden Stoffen. In vielen Fällen ist dies allerdings nicht vollständig möglich.

Störung des Immunsystems (Überempfindlichkeitsreaktionen) gegenüber körperfremden, eigentlich unschädlichen Substanzen, z. B. Pollen, Tierhaare, Chemikalien, Nahrungsmittel u. v. m., die u. a. zu allergischen Beschwerden wie Heuschnupfen oder Asthma, Entzündungsreaktionen der Haut oder der Atemwege führen kann.

Lebensbedrohliches Extremstadium der Allergie mit Schocksymptomatik, die unmittelbar nach dem Kontakt mit dem Allergen (z. B. Bienengift) auftreten kann.

Zur Diagnose von Allergien gibt es mehrere Testmöglichkeiten, z. B. Pricktest, Pflastertest (Epikutantest), Intrakutantest.

Der Begriff Allergologe bezeichnet einen Arzt, meist Haut-, Kinder- oder Lungenfacharzt, der eine Zusatzqualifikation im Bereich der Allergie besitzt.

Die Familie der Traubenkräuter oder auch Ambrosien sind anspruchslose, lichtliebende Pflanzen, die vor allem an offenen Flächen wachsen. Sie finden sich auf Baustellen, in Gärten, Neubausiedlungen, Schnittblumenfeldern, aber auch auf Deponien und Industriebrachen, sowie entlang von Bahnlinien und Waldwegen. Der in Europa am weitesten verbreitete Vertreter dieser Familie ist das Beifußblättrige Traubenkraut.

Die Blütezeit erstreckt sich von August bis Oktober.

Ambrosien haben bis zu 1 Milliarde hochgradig allergener Pollen pro Pflanze (bereits 5-10 Pollen/m³ lösen starke allergische Beschwerden aus).

Die Anamnese ist die im Arztgespräch ermittelte Vorgeschichte eines Patienten in Bezug auf seine aktuelle Erkrankung. Es werden nicht nur die Symptome des Heuschnupfens abgefragt, sondern z. B. auch das Vorliegen anderer Erkrankungen, die Einnahme von Medikamenten oder Belastungen am Arbeitsplatz (z. B. Klimaanlage).

Antihistaminika sind Wirkstoffe, deren Wirkung auf der Hemmung des Histaminrezeptors beruhen, des wichtigsten Verursachers von Juckreiz. Außerdem hemmen einige neuere Antihistaminika (z. B Azelastin) zusätzlich bestimmte entzündungsauslösende Substanzen (Mediatoren).

Körpereigene Proteine, die eine Rolle im Immunsystem spielen, zum Beispiel bei der Abwehr von Krankheitserregern. 

Anfallsweise auftretende hochgradige Atemnot. Ist eine chronische, entzündliche Erkrankung der Atemwege mit einer dauerhaft bestehenden Überempfindlichkeit.

Bezeichnung für eine Neigung zur Überempfindlichkeitsreaktion in Form einer Typ-I-Allergie (Soforttyp). Erscheinungsformen sind zum Beispiel das atopische Ekzem oder die allergische Rhinitis (Schnupfen).

Moderner antiallergischer Wirkstoff aus der Klasse der Antihistaminika, hemmt das Histamin und verringert so sehr schnell die allergischen Symptome. Zusätzlich hemmt Azelastin die Bildung bestimmter Entzündungsmediatoren.